"Made in Germany"
Wirtschaft in Deutschland
In allen Sphären der Erde: Wittenstein stellt Technik vom Meer bis ins All. mehr...
Die deutsch-iranischen Beziehungen haben eine lange Tradition. Schon 1819 widmete Goethe, beeindruckt vom Werk Hafez’, dem großen persischen Dichter, den "West-Östlichen Diwan". Das Werk ist bis heute Referenz zum Verständnis zwischen Osten und Westen geblieben. Seit einigen Jahren setzt sich der Aufwärtstrend in den deutsch-iranischen Handelsbeziehungen fort. Schon heute ist Iran für deutsche Unternehmen der wichtigste Markt im gesamten Nahen und Mittleren Osten. Wichtigste Exportgüter waren – wie schon in den Vorjahren – Maschinen, Kraftwagen und Kfz-Teile, Eisen- und Metallerzeugnisse sowie chemische Erzeugnisse. Auch die iranischen Lieferungen nach Deutschland stiegen von Januar bis November 2005 um 20,4 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum im Vorjahr. Wichtigste Exportgüter waren Teppiche, Lebensmittel und Erdöl. Auch die Investitionsbasis in Iran ist durch ein Investitionsgesetz und ein bilaterales Investitionsförder- und Schutzabkommen gelegt.
Deutschland ist in Teheran mit dem Deutschen Archäologischen Institut, dem botschaftseigenen Deutschen Sprachinstitut der Deutschen Botschaftsschule Teheran, einer DAAD-Lektorin für "Deutsch als Fremdsprache" sowie einer evangelischen Gemeinde unter Leitung eines deutschen Pfarrers vertreten. Auf dem Gebiet des Wissenschaftsaustauschs besteht zwischen Deutschland und Iran eine traditionell gute Zusammenarbeit. Eine ganze Generation iranischer Wissenschaftler wurde an deutschen Hochschulen ausgebildet, heute setzen sie sich als Professoren für gemeinsame deutsch-iranische Forschungsprojekte sowie eine Verstärkung der Hochschulkooperation ein. Zukunftsweisend für die deutsch-iranische Hochschulkooperation ist dabei der von der FH Aachen-Jülich an der Teheraner Sharif-Universität seit Herbst 2003 angebotene Diplom-Studiengang Maschinenbau, der zu einem deutschen Diplom führt.
In den deutsch-iranischen Kulturbeziehungen nimmt der Theateraustausch eine zentrale Rolle ein: Am Fadjr-Kulturfestival 2006 beteiligten sich von deutscher Seite die Regisseurin Anja Gronau mit ihrer Produktion „Johanna“, das Papiertheater Nürnberg mit „Eric Satie“, das Theater im Marienbad mit einer Produktion sowie der deutsch-iranische Regisseur A. Kousk Jalali mit „La Strada“. Ein weiterer Höhepunkt der deutschen Kulturprogrammarbeit war das deutsch-französische Festival in Teheran im November 2005. Die Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache ist neben der Förderung der Wissenschaftsbeziehungen und der Kulturprogrammarbeit ein weiterer Schwerpunkt der deutschen Kultur- und Bildungspolitik in Iran. Das Sprachinstitut der deutschen Botschaft Teheran unterrichtet jährlich ca. 3.600 Sprachschüler.
www.teheran.diplo.de (Dt. Botschaft in Theheran)
www.dihk-ir.com (Dt.-Iranische Industrie- und Handelskammer)
www.dasan.de/ds_teheran (Deutsche Botschaftsschule Teheran)