"Made in Germany"
Wirtschaft in Deutschland
In allen Sphären der Erde: Wittenstein stellt Technik vom Meer bis ins All. mehr...
Deutschland ist der drittgrößte Handelspartner Tunesiens. Etwa 40 Prozent der tunesischen Importe aus Deutschland und 80 Prozent der tunesischen Exporte nach Deutschland sind auf Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung in Tunesien sowie tunesische Lohnveredelungsbetriebe zurückzuführen. Zudem ist Deutschland der drittgrößte ausländische Investor in Tunesien: Rund 275 weitgehend exportorientierte Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung gibt es. Deutschland ist für Tunesien einer der wichtigsten bilateralen Entwicklungspartner. Die Schwerpunkte deutsch-tunesischer Entwicklungskooperation sind Umweltschutz und die Modernisierung der tunesischen Wirtschaft als Vorbereitung auf die Zollunion mit der EU. Außerdem erhielten die tunesischen Streitkräfte deutsche Unterstützung: seit 1972 Ausbildungshilfe und seit 1989 Ausstattungshilfe in Höhe von 11,7 Millionen Euro. Seit 1989 ist eine Beratergruppe der Bundeswehr in Tunis und Bizerte tätig. Gleichzeitig ist Tunesien noch immer eines der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen: Bei der Anzahl der Übernachtungen und seit 1990 auch bei der Zahl der Einreisen lagen deutsche Touristen in der Spitzengruppe ausländischer Besucher.
Die Schwerpunkte der deutsch-tunesischen Kooperation im Wissenschaftsbereich liegen in der Bereitstellung von Stipendien- und Ausbildungsplätzen durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Deutschkurse und Kulturveranstaltungen fördern den Dialog der deutschen und tunesischen Kultur. Hauptträger der Kulturzusammenarbeit ist das Goethe-Institut in Tunis. Großes Ansehen hat sich das Deutsche Archäologische Institut (Abteilung Rom) durch seine Ausgrabungen in Karthago und Chemtou während der vergangenen 25 Jahre erworben. Heute konzentrieren sich die archäologischen Aktivitäten deutscher Institutionen, zum Beispiel der Universität Freiburg, auf Grabungen in Dougga.Seit im Herbst 1989 eine dritte Fremdsprache (Spanisch, Italienisch oder Deutsch) an den tunesischen Sekundarschulen eingeführt wurde, haben sich die Zahlen der Deutschschüler und der -lehrer nahezu verdoppelt. Seit Juni 1992 sendet Radio Tunis International täglich ein einstündiges Programm in deutscher Sprache.
www.fva-tunesien.de (Fremdenverkehrsamt von Tunesien in Deutschland)
www.tunis.diplo.de (Dt. Botschaft in Tunesien)
www.ahktunis.org (Dt.-Tunesische Industrie- und Handelskammer)
www.goethe.de/wm/tun/deindex.htm (Goethe-Institut Tunis)